Mittelohrentzündung

Medikament

Erste Hilfe Wissen:

Eine Mittelohrentzündung ist eine Entzündung im Bereich hinter dem Trommelfell, die häufig im Verlauf einer gewöhnlichen Erkältung auftritt. Durch geschwollene Schleimhäute und vermehrtes Sekret in Nase und Rachen wird die Belüftung des Mittelohrs beeinträchtigt, wodurch sich Flüssigkeit im Mittelohr staut und ein schmerzhafter Druck entsteht. Dieses Druckgefühl ähnelt dem, das beim Fliegen auftritt, wenn der Druckausgleich nicht funktioniert. Kommen zusätzlich Bakterien ins Spiel, kann sich eine eitrige Form der Entzündung entwickeln. Gelegentlich kann der erhöhte Druck dazu führen, dass das Trommelfell leicht einreisst und Flüssigkeit oder Eiter aus dem Ohr abläuft, was als natürlicher Entlastungsmechanismus dient.

In den meisten Fällen ist eine Mittelohrentzündung harmlos, jedoch für betroffene Kinder oft sehr unangenehm. Sie heilt normalerweise ohne besondere Massnahmen wieder ab, wobei die konsequente Behandlung der Schmerzen am wichtigsten ist. Wenn ein Kind jedoch immer wieder Mittelohrentzündungen bekommt, sollte dies ärztlich abgeklärt werden.

Der Schmerz steht bei Kindern im Vordergrund, daher ist eine gute Schmerztherapie die wichtigste Behandlung. Antibiotika kommen nur in bestimmten Situationen zum Einsatz, etwa wenn Fieber und Ohrenschmerzen länger als zwei Tage anhalten. In solchen Fällen sollte die Entscheidung durch eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt getroffen werden.

Im Notfall können Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol gegeben werden. Eine ärztliche Untersuchung ist notwendig, wenn die Schmerzen anhalten, Flüssigkeit aus dem Ohr austritt oder hinter dem Ohr eine Rötung oder Druckschmerz auftritt.

 

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